Sehr geehrte Kunden,
vorab senden wir Ihnen noch schnell alle guten Wünsche für 2026 – bleiben Sie gesund und stets positiv gestimmt.
Vor einem Jahr begann die 2. Amtszeit von Donald Trump. Seither ist viel passiert, aber die (Börsen-) Welt dreht sich noch immer – und 2025 war ein ordentliches Börsenjahr.
Themen dieser Ausgabe:
„Aktuelle Börsenlage und Rückblick auf 2025“
„Kann Berlin nicht und will man nicht?“
„USA vor den Midterms“
„Auch Schwellenländer künftig berücksichtigen“
„Trauer um Renate Hesse“
„DAX bleibt weiter im Aufwärtstrend“
Ein kurzer Rückblick auf unseren Marktkommentar vom Sommer 2025, der durch viele Zollstreitigkeiten geprägt war. Unser “Seite 1 – Fazit” lautete (in Auszügen):
“Die Wirtschaft entwickelt sich positiv. … im Zollstreit erwarten die Märkte, dass die USA diverse Abkommen abschließen. Vor diesem Hintergrund bleiben wir investiert.”
Dieses war die richtige Empfehlung, denn die meisten großen Börsenindices konnten in den letzten 6 Monaten weiter zulegen.
Dennoch ist die Börse keine Einbahnstraße und besonders das sehr impulsive Agieren von Trump führt immer wieder zu (oft) kurzen Rückschlägen oder Übertreibungen. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser “Unruhe” an den Märkten. Wir erwarten aber auch, dass die positive Weltkonjunkturlage bestehen bleibt und damit auch Chancen auf weiter steigende Börsenkurse gegeben sind.
Und für Rückenwind im ersten Halbjahr 2026 (nicht nur bei US-Aktien) dürften weitere Senkungen der kurzfristigen Zinsen durch die US-Notenbank sorgen. Dabei gilt es aber genau zu beobachten, wie stark Trump an der Unabhängigkeit der US-Notenbank “sägt”. Denn die internationale Finanzwelt ist besorgt; das Vertrauen in den US-Dollar schwindet und schwächt die Währung. Damit sinkt auch die Bereitschaft, in größerem Umfang in US-Anleihen zu investieren, was zu höheren langfristigen Zinsen in den USA führen könnte – immer ein „Störfeuer“ für Aktienmärkte. Gerade bei der hohen US-Staatsverschuldung von über 35 Billionen Dollar. Und Gold als Alternative wird auch 2026 interessant bleiben.
Fazit: 2026 dürfte somit ein sehr spannendes Börsenjahr werden. Wir sehen aber insgesamt mehr Chancen als Risiken und bleiben übergewichtet in Aktien investiert. Gerne weiter mit einem Schwerpunkt in den USA – und evtl. ersten Investitionen in die Schwellenländer (u.a. Asien).
„Die Entwicklung an den Finanzmärkten in 2025“
Das Jahr 2025 war insgesamt ein ordentliches Börsenjahr. Der DAX schloss mit plus 23% bei 24.490 Punkte (*). Deutsche Nebenwerte blieben erneut hinter dem DAX zurück – sowohl der MDAX (+18,35%) als auch der TecDAX (+5,57%); ebenso der EuroStoxx50 (+19,5%).
In den USA war das Ergebnis differenzierter. Obwohl alle Indices neue Höchstkurse erreichten und das Jahr gut beendeten – DowJones (+13%), S+P500 (+16,4%) und besonders der Nasdaq (+20,2%) – fiel das Ergebnis für Euro-Anleger deutlich schwächer aus – wenn man die Kursverluste des US-Dollars von fast 14% zum Euro berücksichtigt. (**)
Auch die Gewinne des weltweiten MSCI World-Index (+19,5% in USD) und des MSCI-Index für Schwellenländer (+17,9% in USD) relativieren sich entsprechend in Euro.
Während die Notenbanken vielfach die kurzfristigen Zinsen gesenkt (fallende Tagesgeldzinsen) haben, sind die längerfristigen Zinsen (auf die die Notenbanken weniger Einfluss haben) gestiegen. Das führte bei uns zu höheren Zinsen für Baufinanzierungen.
Die Überraschung in 2025 waren sehr hohe Gewinne bei Edelmetallen (Gold über 50% und Silber ca. 150%), während die Preise für Öl (fast – 20%) und Gas weiter gesunken sind.
Hier noch ein kleiner Rückblick auf unsere letzten beiden Empfehlungen:
(*) S4A Pure Equity Germany (vorgestellt in 2025) – Wertentwicklung 24,3%
(**) Vates Aktien USA (vorgestellt in 2024) – Wertentwicklung 13,37% in Euro !!!
„Können die uns Regierenden in Berlin nicht – oder wollen sie nicht ???“
Nach knapp einem Jahr „Große Koalition” sind wir tief enttäuscht über die angekündigten Versprechen und die seither gelieferten Veränderungen. Der „Ruck durch Deutschland” wird Partei-Interessen „geopfert” – und man kann nur fassungslos zuschauen.
Die wichtigsten Themen wie Wettbewerbsfähigkeit der dt. Wirtschaft, Renten- und Sozialsysteme, Kranken- und Pflegekassen wurden bisher nicht ansatzweise auf eine zukunftsfähige Basis gestellt. Dabei läuten Wirtschaftswaisen, Unternehmenslenker, Sozial- und Rentenexperten unisono immer verzweifelter die Warnglocken – ohne anscheinend Gehör zu finden.
Von unseren Politikern erwarten wir, dass sie unser Land nach vorne bringen und Probleme lösen. Reformen braucht das Land dringender denn je, da sie viele Jahre immer nur verschoben wurden. Das wird unbequem – für alle. Aber die Angst vor Verlusten bei der nächsten Wahl scheint größer zu sein als die Einsicht, dass es um “Wichtigeres” geht.
Dabei sollte der Wähler nicht unterschätzt werden. Man kann dem Volk vieles zumuten, wenn es fair und gerecht zugeht und alle etwas abgeben oder künftig etwas zurückstecken müssen. Reiche und Ärmere, Unternehmer und Arbeiter / Beamte, Jüngere und Rentner.
Also nur Mut – und endlich Fakten schaffen, statt ständig in Arbeitskreisen zu diskutieren.
„Und noch ein Blick auf die USA“
In den USA ist dieses Jahr wohl das wichtigste Jahr für Donald Trump. Der Kongress ist das Parlament der USA und setzt sich aus zwei Kammern zusammen – dem Senat und dem Repräsentantenhaus. Am 3. November 2026 finden – wie alle zwei Jahre – die Kongresswahlen statt (Midterm elections oder auch Zwischenwahl genannt). Dabei werden alle Mitglieder des Repräsentantenhauses und die Hälfte der Senatoren neu gewählt.
Seit der letzten Wahl in November 2024 – die wie jedes 4. Jahr zeitgleich mit der Präsidentenwahl stattfand – haben die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern.
Donald Trump trägt für seine Partei die Verantwortung, die Mehrheit in beiden Kammern zu verteidigen und somit auch den Machtanspruch der Republikaner zu festigen. Sollte er die Wahl als großer Verlierer beenden, dürfte nicht nur das Regieren schwieriger werden, sondern auch innerparteilich seine Stellung deutlich angekratzt sein.
Da amerikanische Wähler sehr sensibel auf Inflation, Arbeitsmarkt und Wirtschaftslage reagieren, wären wir nicht überrascht, wenn Trump im Vorfeld “Wahlgeschenke” verteilen würde, um die Stimmung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Dieses würde die Konjunktur stützen und Unternehmen und deren Aktienkurse Rückenwind verleihen.
„Die Depots breiter aufstellen – Schwellenländer künftig berücksichtigen“
In den letzten 10 Jahren haben wir die Anlage in Schwellenländer (Emerging Market) bewusst „vernachlässigt“ – hierzu zählen die Regionen Asien, Lateinamerika, Osteuropa.
Die nebenstehende Entwicklung des weltweiten MSCI World (mit ca. 65% US-Aktien) und dem MSCI World für Schwellenländer gibt uns recht. Sehr gut ist die Schwäche der Schwellenländer seit der Finanzkreise 2008 zu erkennen.
Dies scheint sich aber zu ändern – besonders seitdem das Thema „Globalisierung“ den Eigeninteressen der USA und Chinas „geopfert“ wird.
So lässt China inzwischen immer mehr in anderen Ländern produzieren, um mögliche US-Zölle zu vermeiden. Davon profitieren besonders die Schwellenländer in Asien.
Bei unserer Recherche sind wir nun auf einen Fonds für Schwellenländer aufmerksam geworden, der schon die letzten Jahre mit dem MSCI World mithalten konnte. Der Schroders Emerging Market Value Fund (im Chart rechts über 5 Jahre) ist im Vergleich zu vielen anderen EM-Fonds eher gering in China investiert. Seit wenigen Monaten gibt es diesen Fonds auch in Euro. Sprechen Sie uns gerne für weitere Informationen zu diesem Fonds an. Wesentliche Anlegerinformationen unter:
https://www.schroders.com/de-de/de/privatanleger/fonds/?language=de&location=de&channel=privatanleger&clientId=schdr&clientVersion=v1&externalId=SCHDR_F00001QFJ3&r=%2Ffund%2FSCHDR_F00001QFJ3%2F
„Rückblick auf unsere Kundenveranstaltung am 13. Oktober 2025“
Eine sehr gute Resonanz haben wir auf unsere bis auf den letzten Platz besetzte Kundenveranstaltung erhalten. Die Top-Referenten Philipp Vorndran und Folker Hellmeyer informierten zu vielen Themen – teilweise provokant – aber immer im Sinne und aus den Augen des Kapitalanlegers. Ein Kurzfazit: Auch künftig verstärkt in Aktien investieren (da festverzinsliche Anlagen kaum Kapitalerhalt nach Inflation und Steuern erzielen) und sich internationaler ausrichten. Wir planen, die Referenten gerne in 10 Jahren nochmals einzuladen, um sie an diesen Aussagen und Empfehlungen messen zu lassen.
„Privates Geldvermögen in Deutschland steigt auf über 10 Billionen Euro“
Ja wir Deutschen sind reich – über 10 Billionen Euro (ohne Immobilien) zum 31.12.2025 (lt. DZ Bank). Leider ist davon viel Geld wenig „rentierlich“ angelegt – was auch unsere Referenten deutlich kritisierten. Ca. 1/3 auf Geldkonten sowie ein weiteres 1/3 in Versicherungen und Rentenpapieren bringen bestenfalls Kapitalerhalt. Lediglich ca. 1/4 ist in Aktien und Aktienfonds investiert und dürfte langfristig zu einer wesentlichen Vermögensmehrung beitragen. Andere Länder sparen vielleicht weniger – aber klüger.
„Wir trauern um Renate Hesse“
Völlig überraschend erreichte uns im August die traurige Nachricht, dass Renate Hesse nach kurzer schwerer Krankheit viel zu früh verstorben ist. Wieder einmal wird uns die Endgültigkeit des Todes schmerzlich vor Augen geführt und lässt uns traurig zurück.
Frau Hesse hat 2005 die „PDB“ mitgegründet. Von Beginn an bis zum wohlverdienten Übergang in den Ruhestand Ende 2019 war sie im Vorstand tätig – und hat in dieser Zeit ihre vielen Kunden sehr gut durch die unterschiedlichsten Lebens- und Börsenphasen begleitet.
Wir werden Renate mit ihrem verantwortungsvollen Wirken stets in guter Erinnerung behalten und wünschen ihren Angehörigen die Kraft, die es benötigt, um diesen schweren Verlust zu bewältigen.
Wir wünschen Ihnen nun allen ein gesundes und glückliches Jahr 2026.
Ihr Team der PDB Anlage-Management AG
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